Geringere und flexiblere Preise der KVB

Köln – In der Sitzung des des Ausschusses „Anregungen und Beschwerden“ vom 17. Dezember 2012 gab es unter dem TOP 3.4 eine unterstützenswerte Forderung der Initiative Jobs60plus.

Jobs60plus ist eine Initiative die sich in Köln-Zollstock gegründet und zum Ziel gemacht hat, wieder bzw., weiter zu arbeiten. Entweder, was schon schrecklich genug ist, weil die Rente zum Leben nicht reicht oder weil man ganz einfach auch im Alter etwas tun möchte.

In der Sitzung ging es um die Herabsetzung der Ticket-Preise der KVB, die sich viele Rentnerinnen und Rentner ganz einfach nicht leisten können. Dies trugen die Petenten dann auch vor. Die anwesenden KVB-Vertreter verwiesen auf die Möglichkeit ermäßigte Preise durch den Köln-Pass zu erhalten. So würde z.B. ein Monatsticket mit Köln-Pass „nur“ etwa 31€ kosten.

Initiative Jobs60plus – Bild: Screenshot der Homepage

Berthold Bronisz, DIE LINKE., Mitglied im Ausschuss, intervenierte und entgegnete, dass im ALGII-Regelsatz, der oftmals nicht höher ist als der Betrag, den mancher Senior als Rente bekommt, nur etwa 15€ für Fahrgeld enthalten sind. Insofern ist alleine schon das ermäßigte Ticket für Rentner oder Transferleistungsempfänger schlicht zu teuer. Der Gipfel sei aber die Aussage, dass man den Rest ja von den anderen Beträgen des Regelsatzes nehmen könne.

Es gibt viele Gründe, weswegen man einen Köln-Pass entweder ablehnt oder nicht bekommt. Sei es aus Scham, z.B. dass man sich nicht als unter Armut lebender Mensch outen möchte, oder man liegt auch nur geringfügig über den Satz, mit dem man einen Köln-Pass beantragen könnte.

Die Petenten erklärten plausibel, dass es kein erzwungenes Jahresabo bei den „Aktiv60“-Tickets geben sollte, sondern dass es dieses Ticket als Monatkarte geben sollte. Zudem wäre dies auch ein Gewinn für die KVB, da es deutlich mehr Abnehmer geben würde, als bei den derzeitigen Jahrestickets.

Leider fasste man im Ausschuss nur den Beschluss zu empfehlen, dass das „Aktiv60plus“-Ticket auch als Vierteljahresticket angeboten werden sollte. Immerhin. Das wäre ein Schritt in die richtige Richtung. Richtiger wäre es aber, dieses Ticket als Monatsticket anzubieten. Und zwar zu Preisen, die sich auch Rentner mit niedriger Rente leisten können.

In der aktuellen Spiegel-Ausgabe gibt es einen Bericht über die Zollstocker Initiative.

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