Go-In bei Kölns Bürgermeister Roters – Wohnraum für alle!

Unterkunft- und Heizkosten in der Stadt Köln - Bild: Bronisz

Etwas dreißig Frauen und Männer mit Kindern folgten am Sonntagnachmittag der Einladung zu Kaffee und Kuchen auf das Camp „Soziale Kampfbaustelle“, das am Samstagabend im Grüngürtel zwischen Venloer- und Vogelsangerstrasse aufgebaut wurde.

Sie berichteten von ihrer dramatischen Lebenssituation in Köln. Sie arbeiten zu Dumpinglöhnen. Viele sind obdachlos oder schlafen in Parks oder zahlen Wuchermieten für ein Dach über dem Kopf. „Wir wohnen zu fünft in einem winzigen Zimmer bezahlen 450 Euro Miete und der Vermieter weigert sich, uns eine Mietbescheinigung auszustellen.“ Aber auch ohne Mietbescheinigung ist die Stadt Köln gesetzlich verpflichtet, die Anmeldung in Köln vorzunehmen.

Obwohl sie als EU-Bürger völlig legal in Köln leben, werden sie vielfach schikaniert und diskriminiert. „Wir sind Menschen, wie alle anderen auch.“ Spontan beschloss die Versammlung, am Montagmorgen die politisch Verantwortlichen im Rathaus aufzusuchen: „Es wird Zeit, dass uns von denen da oben mal jemand zuhört.“ Die Forderung: Gleiche Rechte für alle. Unterstützt werden sie dabei von den Aktivistinnen und Aktivisten aus dem Grüngürtel.

Die „Soziale Kampfbaustelle“ ist eine Aktion von Kölner Erwerbslosen in Aktion, -KEAS-, und anderen Aktiven. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie eine Welt zu erschaffen ist, die auf gegenseitigem Respekt und menschlicher Würde beruht und gesellschaftliche Verhältnisse herstellt, die keine Macht- und Ausbeutungsverhältnisse sind.

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