Starker Anstieg prekärer Beschäftigung in Köln

Mehr als jede dritte Kölnerin und Kölner arbeiten in Teilzeit oder in Minijobs Das Gesicht der Armut in Köln ist weiblich. Flaschenpfand darf nicht zu „Einkommen“ und „Altersvorsorge“ werden.

Diese Entwicklung stellt das Amt für Stadtentwicklung und Statistik in einer ausführlichen Analyse in der Ausgabe 5/2012 des „Pegel Köln“ dar. Die Verwaltung reagiert damit auf eine Nachfrage der Fraktion DIE LINKE am 15.12.2011 im Wirtschaftsausschuss.

Demnach zählt Köln insgesamt 475.258 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Insgesamt beschäftigt sind 547.822. Davon sind 72.564 bzw. 13,2 % geringfügig Beschäftigte und 91.486 bzw. 16,7% Teilzeitbeschäftigte. Zusammen also 29,9% prekär Beschäftigte.

In der Statistik tauchen atypische Arbeitsverhältnisse, wie „Scheinselbstständige“ aber auch sog. 1€-Jobber nicht auf, so dass die tatsächliche Zahl noch höher liegt. Die überwältigende Mehrheit der „Armen durch Arbeit“ ist weiblich. 75 % der Teilzeitbeschäftigten und 62 % der geringfügig Beschäftigten.

Angesichts dieser Zahlen wird „UmFairteilen“ auch hier dringend notwendig. Ein flächendeckender Mindestlohn von mindestens 12 Euro und die Verkürzung der Arbeitszeit bei vollem Lohnausgleich, gehören mehr denn je auf die Tagesordnung gesetzt. Für alle Betroffenen bietet die Demonstration „Umfairteilen“ am 29.09.2012, 12 Uhr, ab Roncalliplatz die Gelegenheit ihrem Protest lautstark Gehör zu verschaffen.

 

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